PSI Event: Strom aus Biomasse – „In der Gülle liegt die Fülle“

Die einheimische Biomasse hat das Potential, die Energie von drei Kernkraftwerken zu produzieren. Am Paul Scherrer Institut wird die Nutzung dieser Energiequelle zur Industriereife hoch entwickelt.

Martin Humbel empfing uns an einem sonnigen Samstag Morgen im PSI Forum. Nach einem Überblick vom PSI ging es zuerst einmal um den Kontext des Themas. Einige wichtige Punkte aus dem Vortrag (Folien Martin Humbel, PSI):

Während wir uns über 9% der Energieproduktion aus Kernkraft streiten, verbrennen wir 70% fossile Energieträger
Fossile Energieträger sind dichte Speicher, aber die Umwandlung in Bewegung ist ziemlich dürftig. Zum Vergleich: Ein Elektromotor hat 90% Wirkungsgrad.
Das Ausrufezeichen weist darauf hin, dass offenbar Biomasse zu 99% aus C, H und O besteht.
Idee: Das bestehende Erdgasnetz einbeziehen. Dieses hat etwa die 12-Fache Leistungsfähigkeit von Hochspannungsleitungen. Mit Brennstoffzellen und Elektrolyseuren kann das Gasnetz zum Stromverteiler werden mit einer Effizienz von immerhin 60%.

Danach ging es um den eigentlichen Prozess der Biogas-Produktion und den aktuellen Stand der Forschung. Folgende Artikel geben einen Einblick:
Alles nutzen, was im Klärgas steckt, Auch wässerige Biomasse bietet Potenzial

Im zweiten Teil des spannenden Events durften wir die Test-Anlagen auf dem PSI Gelände besichtigen: